Volker Lenz im Gespräch mit dem „Bienenversteher“ Walter Constantin

Volker Lenz im Gespräch mit dem „Bienenversteher“ Walter Constantin

Wann haben Sie entschieden, Imker zu werden? Und was hat Sie dazu bewogen?

Nach längeren Überlegungen und vielem Recherchieren habe ich 2016 mit dem Imkern angefangen. Der entscheidende Ausschlag kam letztendlich durch Henry Seeliger, der Honig bei einem befreundeten Imker gekauft hatte.

 

Muss man dafür eine richtige Prüfung ablegen oder einen Kurs besuchen?

Ich habe einige Kurse belegt, wie z. B. an der Imkerschule in Bad Segeberg sowie bei Werner von der Ohe vom Bieneninstitut Celle.

 

Sie haben mittlerweile vier Bienenvölker. Wie umfangreich ist die Pflege und Versorgung der Bienen?

Mit meinen Völkern bin ich in der Saison schon ziemlich gut beschäftigt. Ich würde schätzen, dass ich im Schnitt ca. 10 Stunden pro Woche mit dem Imkern verbringe.

 

Auf der Streuobstwiese auf der Bahn 8 im Braunschweiger GK haben Sie zwei Ihrer Völker aufgestellt. Besteht keine Gefahr, dass die Bienen sich in neuer Umgebung verirren?

Wenn die Bienen an einen neuen Standort gebracht werden, müssen sie mindestens drei Kilometer vom bisherigen Ort entfernt stehen. Sie würden sonst zurückfliegen. Die Bienen fliegen sich dort neu ein. Ich sage immer: Sie machen ein neues Update bei ihrem GPS.

 

Produzieren die Golfplatz-Bienen anderen Honig als Ihre anderen Völker?

Die Bienen tragen natürlich anderen Nektar ein und man schmeckt auch einen deutlichen Unterschied zu dem Honig, der in meinem Garten produziert wird.

 

Jochen Hosse schwärmt von Ihrem Honig. Wie würden Sie Ihren Honig geschmacklich beschreiben?

Das ist wirklich schwer zu sagen, jeder schmeckt etwas anderes heraus. Am besten Sie testen mal ein Glas selbst und berichten.

 

Wie groß ist der jährliche Ertrag und wovon ist dieser abhängig?

Es ist natürlich vom Wetter abhängig, dementsprechend auch was und wie es blüht. Dieses Jahr war ein gutes Bienenjahr. Ich habe auf dem Golfplatz 20 Kilo geerntet.

Jetzt steht die kalte Jahreszeit vor der Tür. Welche Vorkehrungen müssen Sie treffen, damit die Bienen gut über den Winter kommen?

Nach dem letzten Schleudern werden die Bienenvölker mit Flüssigzucker „eingefüttert“. Danach wird gegen die Varroa-Milbe mit 60 % Ameisensäure behandelt. Im Dezember dann noch einmal mit Oxalsäure.

 

Und wann dürfen wir mit dem nächsten Honig rechnen?

Noch gibt es Honig im Pro Shop zu kaufen. 40 % des Verkaufspreises geht an den Klub. Den ersten Honig in 2019 wird es voraussichtlich im Juli geben.

Vielen Dank für das informative Gespräch!

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