PAR 4 – Das Interview zur Kandidatur Nadine Milkau und Jan Esser im Gespräch (06.08.2020)

PAR 4 – Das Interview zur Kandidatur Nadine Milkau und Jan Esser im Gespräch (06.08.2020)

1.) Erste Frage an Beide:
Ihr strebt Vorstandsämter an, steht noch voll im Berufsleben, habt Familie und zuweilen auch noch andere Interessen.
Der Golf-Klub mit seinen ca. 1.200 Mitgliedern wird von Euren Aufgabenstellungen her einiges von Euch fordern.
Wurdet Ihr nicht vorgewarnt (…lacht)?

Nadine:
Eine Warnung war eigentlich nicht nötig – ich habe mich im Vorfeld natürlich umfassend informiert und mir ist bewusst, dass ein Vorstandsamt in einem
Golfklub unserer Größe und Ausrichtung nicht nur viel Verantwortung, sondern auch ein nicht zu unterschätzendes Zeitfenster bedeutet. Die Entscheidung
für ein solches Ehrenamt zu kandidieren, ist dennoch wohl überlegt und wie so oft im Leben ist es eine Frage der Organisation und der Prioritäten, sich
für Dinge, die einem am Herzen liegen, die erforderliche Zeit zu nehmen.
Durch unseren hauptamtlichen Klubmanager, der neben dem Tagesgeschäft alle notwendigen Entscheidungen vorbereitet und dem Vorstand in allen
Bereichen zuarbeitet sowie einer mittlerweile gut aufgestellten Geschäftsstelle, sind zudem Strukturen für eine effizientere Vorstandsarbeit entstanden.
Dies macht auch eine Reduktion der Vorstandsposten möglich, da z.B. Präsident und Vizepräsident(in) nun auch Freiräume für sachbezogene Ressorts haben.
Die Kernthemen Platz, Sport, Mannschaften und Jugend bleiben dabei eigene Verantwortungsbereiche und werden selbstverständlich in der gewohnten
Kontinuität im Fokus des neuen Vorstands stehen.
Und wenn ich das so sagen darf, wir freuen uns Beide nicht nur auf die Aufgabe, sondern auch auf die Zusammenarbeit mit Christan* und Sascha*.
(Anmerkung der Redaktion: *Christian Schütte, Kandidat Präsident – *Sascha Köckeritz, Kandidat Schatzmeister)

Jan:
Für mich als jemand, der schon immer ehrenamtlich in einem Golfclub engagiert ist, ist Vorstandsarbeit nichts Neues.
Ich war im Golfclub a.d. Wendlohe 5 Jahre aktiv als Jugendvorstand tätig und habe damals auch den Komplett-Umbau der 27-Loch Anlage begleitet.
Die Aufgabenteilung im Vorstand klappt sehr gut und wir ergänzen uns prima.

2.) Nadine:
Du kandidierst für das Amt der Vizepräsidentin. Das hat doch nicht nur mit der mangelhaften Frauenquote im Gesamtvorstand zu tun, oder?

Nadine (…schmuzelnd)…:
Als Jochen Scheuermann mich im letzten Sommer angesprochen hat, ob ich mir eine Mitarbeit im neuen Vorstand vorstellen könnte und ob ich bereit wäre
neben der Jugendarbeit für das Amt der Vizepräsidentin zu kandidieren, lag das vermutlich nicht so sehr an einer Quotenüberlegung sondern eher daran,
dass ich schon seit einigen Jahren bei uns im Klub durch ehrenamtliches Engagement „auffällig geworden bin“ (lacht).
Mit zwei Golf spielenden Söhnen gehöre ich schon länger zum Jugendteam um Immo Müller und Dietmar Erler, habe vor 5 Jahren das überregionale Jugendturnier
Löwen Cup ins Leben gerufen und hatte anlässlich des Neubaus unseres Klubhauses zudem die Möglichkeit im Bauausschuss mitzuarbeiten und die Umsetzung
dieses herausfordernden Großprojektes hautnah mitzuerleben.
Durch meine berufliche Tätigkeit als Prokuristin in der Geschäftsleitung eines mittelständischen Braunschweiger Unternehmens, bei der ich neben der kaufmännischen
Leitung auch eine umfangreiche Personalverantwortung habe, bin ich es gewohnt, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und Dinge mitzugestalten.
Gerne würde ich diese Erfahrungen auch als Vizepräsidentin für den Golfklub Braunschweig einbringen. Und um nochmal auf deine Anspielung einer Frauenquote
zurückzukommen: Ich habe sowohl bei dem noch amtierenden Vorstand als auch bei dem neu zur Wahl stehenden Team den Eindruck, dass eine Frau im Vorstand
ausdrücklich gewünscht ist. Frauen habe oftmals eine andere Sicht auf die Dinge – das allein ist schon bereichernd und fördert eine konstruktive Diskussion und
Weiterentwicklung, als wenn alle Ideen, Erfahrungen und Sichtweisen immer nur aus derselben Denkrichtung kommen. Auch das Feedback nach der Bekanntgabe
meiner Kandidatur hat mir gezeigt, dass viele Mitglieder (und nicht nur die GolferINNEN) es durchaus begrüßen würden, wenn mal wieder eine Frau auf Vorstandsebene
vertreten ist – dieser Herausforderung und Verantwortung würde ich mich von daher gerne stellen.

3.) Jan:
Fertige eine kurze Skizze Deiner Ziele als Vorstand „Sport“

Jan:
Mein Ziel ist es, den Sport an sich für alle attraktiver zu machen. Das beginnt bei den reinen Freizeitspielern, als auch die sportliche Spitze in unserem Klub.
Dies betrifft sowohl Damen wie Herren als auch unsere Jugendlichen. Wir haben schon aus traditionellen Gründen hier im GK BS eine Verpflichtung, den Sport
weiter nach vorne zu bringen. Ein weiteres Ziel von mir ist, die Mitglieder für unsere sportliche Spitze jeglicher Altersgruppe zu begeistern. Die Unterstützung
hilft den Spielern und schafft einen größeren Zusammenhalt und Identifikation mit unserem Golfklub. Auch die Ergänzung in der Führung durch unseren
Manager Herrn Jakobson sorgt für die Verbesserung der Organisation des Sportbetriebs bei uns. Zu guter Letzt sind mir gute Trainingsmöglichkeiten sehr wichtig,
die die spielerisch stärksten Mitglieder in ihren Fähigkeiten nach vorne bringt, als auch den Neuling, der seinen Weg in den Golfsport finden möchte.
Hier war der Neu-/Ausbau der Drivingrange ein erster, wichtiger und guter Schritt.

4.) Zu guter letzt die die „Kennedy-Frage“ an Beide:
Was wünscht Ihr Euch, dass die Mitglieder für den Klub tun können?

Nadine: Zunächst einmal wünsche ich mir natürlich, dass die Mitglieder einem neuen Vorstand einen gewissen Vertrauensvorschuss entgegenbringen.
Nicht jede Entscheidung ist möglicherweise für den Einzelnen nachvollziehbar, aber dennoch wohl überlegt und mit Bedacht getroffen. Der Vorstand kann
die Rahmenbedingungen und die Grundausrichtung für den Klub schaffen, mit Leben gefüllt wird der Sport, und das Klubleben aber erst durch die Mitglieder.
Es gibt viele Möglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen oder Ausschüssen mitzuwirken, eigene Ideen einzubringen und aktiv zu einer guten Gemeinschaft beizutragen.
Genau wie in der Gesellschaft, ist es auch in einem Klubleben sicherlich die größte Herausforderung, die Interessen Einzelner (Gruppen) mit den Interessen der
Gemeinschaft und den Erfordernissen des Klubs in Einklang zu bringen. Es mag vielleicht ein wenig pathetisch klingen aber ich wünsche mir sehr, dass dies in
einem respektvollen, konstruktiven und offenen Austausch geschieht und die Mitglieder sich dieser persönlichen Verantwortung gegenüber dem Klub und der
Gemeinschaft bewusst sind.

Jan:
Was ich mir wünschen würde, wäre eine stärkere Identifikation der Mitglieder mit dem GK BS. Ein echtes „Wir-Gefühl“ wäre eine tolle Sache.
Es sind Kleinigkeiten, die das erreichen würden. Die Diskussion mit den Mitgliedern steht dabei für mich an erster Stelle. Als Vorstand „Sport“
wünsche ich mir natürlich auch die engere Bindung der Mitglieder an unsere Mannschaften- diese vertreten die Clubfarben national wie international
und haben jede Unterstützung verdient.

Redaktion: Vielen Dank für die Zeit, die Ihr Euch genommen habt.
Viel Erfolg und, falls es klappt auch das nötige „Händchen“ um alles richtig auf den Weg zu bringen.

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